Freitag, 30. Dezember 2011
Böhms
Logbuch
Von
Kabul bis Kinshasa
Kongos
Wahldrama – zweiter Akt
Von
Andrea Böhm 19. Dezember 2011 um 14:59 Uhr DIE
ZEIT
Unregelmäßigkeiten
bei Wahl im Kongo
UN
half bei Wahlbetrug
taz-Berlin - Schwere
Vorwürfe an die UN vor der erneuten Amtseinführung von Präsident
Kabila: Ihr seien Vorbereitungen für den Wahlbetrug bekannt gewesen,
sagen Experten.
Kongo-Echo
von Dominic Johnson/taz-Berlin
Dienstag, 13. Dezember 2011
Résultats
des élections 2011
Monsengwo
jette de l’huile sur le feu
Par
Le Potentiel, 13.12.2011
L’heure
est à la publication des rapports des missions d’observations des
élections 2011 en République démocratique du Congo. Après le
Centre Carter, c’est le tour de l’archevêque métropolitain de
Kinshasa, Cardinal Laurent Monsengwo Pasinya de faire sa déclaration.
Brief aus Kinshasa, 13.12. abends:
Die gestrigen Äusserungen
des Kardinals Monsengwo finden ein grosses und unterschiedliches Echo
heute.
Den Protest der
Opposition beim Obersten Gerichtshof („Cour Suprême“) hat
stellvertretend fürdie gesamte Opposition gestern der
drittplatzierte Kandidat Vital Kamerhe eingereicht, bevor das Gericht
schon am kommenden Samstag endgültig Stellung nehmen will /soll.
Der in Afrika öfter
festzustellende Gegensatz zwischen mehr „Gerechtigkeit“ oder mehr
„Frieden im Sinne von Nicht-Krieg“ schwelt auch hier!
(Reinhard J. Voss,
Kinshasa, 13.12.2011)
“Déclaration
du Cardinal Laurent Monsengwo Pasinya sur l’élection
présidentielle en RDC“ *
Erklärung
des Kardinals Laurent Monsengwo Pasinya zu der Präsidentschaftswahl
in der DRC
Meine
Damen und Herren der Presse!
1.
Am Sonntag,4.12.2011, haben die CENCO in einer Pressekonferenz und
ich selbst in der Kirche Sainte Anne in einem Appel die CENI
aufgefordert, dass die Wahrheit der Urnen bald verbindlich verkündet
würde.
2. Zu diesem Zweck hat die CENCO, wie vom Volk
gewünscht, die Folgerungen ihrer Wahlbeobachtung und die mehrerer
nationaler und internationaler Wahlbeobachter veröffentlicht. Alle
diese Beobachtungen stellen ernsthaft die
Glaubwürdigkeits-Frage an diese Wahlen, wie auch der Bericht des
Carter Centers bescheinigt hat.
3.
Bei näherer Analyse sind die Ergebnisse, die von der CENI am
9. Dezember 2011 veröffentlicht wurden, weder mit der Wahrheit noch
mit der Gerechtigkeit vereinbar. Wie soll man beispielsweise
verstehen, dass Herr Tshisekedi, der am 6. Dezember 5.927.728
Stimmen von 17.329. 137 abgegebenen Stimmen hatte, dann am 9.
Dezember 5.863.745 Stimmen von 18.144.154 abgegebenen? Er verliert
folglich 64.000 Stimmen, nachdem man die Ergebnisse von 34.000 Büros
hinzugezählt hatte.
4. Aber da die Ergebnisse
vorläufig sind und vom Obersten Gerichtshof (CSJ) bestätigt werden
müssen, fordern wir von denen, die das Ergebnis bestreiten, Berufung
einzulegen und den Rechtsweg zu gehen statt der (Versuchung der)
Gewalt nachzugeben. Achtzehn Tote sind schon zu viele!
5.
In diesem Rahmen ist die Kirche moralisch verpflichtet, der Justiz
ihre Hilfe anzubieten, um die Wahrheit der Urnen dort herzustellen,
wo ihre Beobachter gewesen sind. Möge der Oberste Gerichtshof
sich also gewissenhaft äussern, angerufen vom ganzen kongolesischen
Volk.
Gegeben
zu Kinshasa, am 12. Dezember 2011
+ L.Card. MONSENGWO
PASINYA
Archevêque métropolitain de
Kinshasa
*Übersetzung der Veröffentlichung in: Le
Potentiel, 13.12.11, von Dr. Reinhard J. Voß, Kinshasa
RDC: les forces de
l’ordre toujours déployées autour de la résidence de Tshisekedi
Radiookapi.net,
13.12.2011
– Etienne
Tshisekedi, candidat de l’UDPS à la présidentielle de 2011 en
RDC, au dessus d’une jeep décapotable le 26/11/2011 devant
l’aéroport international de N’djili à Kinshasa. Radio okapi/
Ph. John Bompengo – Etienne Tshisekedi, candidat de l’UDPS à la
présidentielle de 2011 en RDC, au dessus d’une jeep décapotable
le 26/11/2011 devant l’aéroport international de N’djili à
Kinshasa. Radio okapi/ Ph. John Bompengo
Compilation des
résultats
Les
législatives : chaos en perspective
Par Le
Potentiel, 13.12.2011
Il n’y a pas
eu de temps mort dans le processus électoral, nonobstant la
proclamation des résultats de la présidentielle et les incidents
qui s’en sont suivis. Bien au contraire. L’on est actuellement au
stade de la compilation des résultats des législatives 2011. Mais
rien de nouveau sous les tropiques. Par contre, le spectre d’un
chaos est toujours omniprésent.
Kabila
will nichts von Wahlbetrug wissen
12.
Dezember 2011, 16:42, NZZ Online
Vorwürfe
amerikanischer Beobachter zurückgewiesen
«Es
gibt keinen Zweifel an der Gültigkeit der Wahl», sagt Joseph
Kabila, der Präsident von Kongo-Kinshasa. Sein Herausforderer
Etienne Tshisekedi, der nach offiziellen Angaben 32 der Stimmen
erhielt, betrachtet sich hingegen als gewählter Präsident.
Massive
Wahlfälschungen im Kongo
"Die Diktatur
hat die Wahlen geklaut"
11.12.2011
taz-Berlin, 1 Kommentar
Wahlbeobachter finden
erstaunlich viele Beweise für Fälschungen. So sollen ganze Bezirke
Kabila mit 100 Prozent gewählt haben. Dem Land drohen schwere
Kämpfe.von Simone Schlindwein...
Warum
das CENI-Wahlergebnis unglaubwürdig ist
von
Dominic Johnson, 11.12.2011,
taz-Berlin (Blogs.taz.de)
Das
von der CENI verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl im Kongo
schlägt hohe Wellen. Auf Proteste und ihre Unterdrückung, Unruhen
und ihre Ausweitung, mögliche juristische, politische und
gesellschaftliche Folgen wird noch einzugehen sein. Aber was ist mit
dem Ergebnis selbst?
Kongo-Blog
von Colette Braeckman, Le Soir, Brüssel
Kongo-Blog
von Dominic Johnson, taz, Berlin
Kongo-Blog
von Andrea Böhm, Die Zeit, Hamburg
Wahlen im Kongo - hier weiterlesen